FDP verteidigt Ausbaggerung des Nothafens Darßer Ort

Nach der Kritik von Natur- und Umweltverbänden an der Weiternutzung des Nothafens Darßer Ort hat die FDP in Mecklenburg-Vorpommern die beschlossene nochmalige Ausbaggerung verteidigt.

Es gehe um die Sicherheit für Schiffsbesatzungen und Hobbysegler in der stark befahrenen Kadetrinne vor Fischland-Darß, sagte Generalsekretär Hagen Reinhold gestern laut Pressemitteilung. Die Kosten für das Ausbaggern oder auch vorgetäuschte Notsituationen einiger Bootsführer, um in den reizvollen Hafen zu gelangen, sowie kleine Störungen der Natur seien keine Gründe, das Leben in Not Geratener zu gefährden.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Landtag, Gino Leonhard, forderte, nicht zwischen der Rettung von Menschenleben und dem Naturschutz abzuwägen. Bis eine optimale Alternative für die Stationierung des Seenotkreuzers gefunden sei, müsse der Nothafen Darßer Ort funktionsbereit sein. Aus Sicht der FDP-Fraktion sei der jetzige Ersatzhafen Barhöft keine tragbare Lösung.

Der Hafen Darßer Ort wird seit mehr als 100 Jahren als Nothafen genutzt. Er ist Liegeplatz des Rettungskreuzers „Fritz Behrens" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), der in Notfällen von dort aus schnell die Kadetrinne erreicht. Er liegt derzeit in Barhöft bei Stralsund – für die DGzRS auch eine gute Lösung.

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