Frachter an die Kette gelegt

Ein Erzfrachter ist mit so vielen Mängeln durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahren, dass Schiffsinspektoren am Donnerstag eine Weiterfahrt untersagten. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei waren bereits bei der Einfahrt der "Blue Creek" in den Kanal in der Schleuse Kiel-Holtenau Mängel im Schiffsbetrieb aufgefallen. Der Kapitän bekam die Order, in Rendsburg anzulegen, um die Mängel zu beheben. Dort stellten Beamte noch viel mehr fest: So war das Oberdeck mit einer derart dicken Eisschicht versehen, dass der unter deutsche Führung fahrende und aus Russland gekommene Frachter zu tief im Wasser lag. Weil die Ballasttanks eingefroren waren, konnte die Besatzung dies nicht ausgleichen.

Zudem waren an Bord die Heizung und die Hilfsdieselmotoren ausgefallen. Dann entdeckten Beamte auch noch Durchrostungen im Vorschiff. Der 90 Meter lange Frachter darf seine Fahrt erst fortsetzen, wenn er wieder in einem verkehrssicheren Zustand ist.

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