Fregatte "Bremen" kehrt zurück
Die deutsche Fregatte "Bremen" kehrt mit ihrer rund 220-köpfigen Besatzung morgen von der EU geführten Operation ATALANTA zurück.
Um 10 Uhr werden zahlreiche Angehörige, auf der Ostmole der 4. Einfahrt in Wilhelmshaven stehend, ihre Männer, Frauen und Kinder in Empfang nehmen. Der Kommandant, Fregattenkapitän Götz Eichberg, resümiert den Einsatz: "Die sechs Monate im Einsatzgebiet waren für Besatzung und Schiff sehr fordernd. Alle haben aber super durchgehalten, auch in der schwierigen Zeit über die Feiertage. Dafür mein Kompliment."
In den cirka sechs zurückliegenden Monaten legte das Schiff rund 43.000 Seemeilen zurück, was ungefähr einer zweifachen Erdumrundung entspricht. Neben Djibouti (Djibouti) wurden Häfen wie Mombasa (Kenia), Salalah (Oman), Port Victoria (Seychellen) und Jebel Ali (Vereinigte Arabische Emirate) angelaufen. Der letzte Zwischenstopp auf dem Rückweg war Malaga (Spanien). Siebenmal geleitete die Fregatte "Bremen" Schiffe des Welternährungsprogramms (World Food Program - WFP) mit Lebensmitteln für Somalia nach Mogadischu. Weitere neun Handelsschiffe wurden in dem Transitkorridor im Golf von Aden eskortiert. Mehrfach konnten Überfälle mutmaßlicher Piraten durch das Eingreifen der Schiffsbesatzung verhindert werden. Dabei beschlagnahmte sie zahlreiche Waffen und insgesamt vier Außenbordmotoren der meist schnellen Piraten-Skiffs.
Nach wie vor ist das Seegebiet am Horn von Afrika durch Piratenüberfälle eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt. Die Hauptaufgabe der Marinen vor Ort ist es, Schiffe des WFP mit Lebensmittellieferungen für Somalia sicher an ihren Bestimmungsort zu geleiten. Daneben wird Handelsschiffen im Einzelfall und bei Bedarf Schutz gewährt, z.B. im extra eingerichteten Transitkorridor im Golf von Aden. Letztlich geht es auch darum, das Seegebiet zu überwachen und um das Abschrecken, Verhüten und Beenden von seeräuberischen Handlungen.