Frischzellenkur für „Bleichen“

Die 1958 vom Stapel gelaufene „Bleichen“ fuhr zwischenzeitlich unter dem Namen „Old Lady“, Foto: Hasenpusch
Der seit 2013 als Denkmal von nationaler Bedeutung geltende Stückgutfrachter „Bleichen“ wird jetzt re stauriert.
Die Erneuerung umfasst die schiffbauliche Instandsetzung der Stahlstruktur, die Restaurierung der Inneneinrichtung des Achterschiffes und die Teilerneuerung des Ladegeschirrs. Nach Abschluss der Arbeiten soll die „Bleichen“ wieder voll fahrtüchtig sein und die Gewässer der deutschen Küste befahren, um an Hafenfesten und Veranstaltungen teilzunehmen.
1958 lief der Stückgutfrachter auf der Nobiskrug-Werft für die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens vom Stapel. Im Laufe ihrer Dienstzeit wechselte sie mehrmals den Eigentümer. Zuletzt wurde die „Bleichen“ als „Old Lady“ von einem türkischen Reeder betrieben und beförderte hauptsächlich Massengut. 2006 erwarb die Stiftung Hamburg Maritim das Schiff und bewahrte es damit vor der Verschrottung. Im Jahr darauf wurde die „Bleichen“ aus der Türkei nach Hamburg gebracht, wo sie seitdem im Hansahafen am Bremerkai neben Schuppen 50 liegt. Private Spenden ermöglichten den Ankauf und die bisherigen Restaurierungsarbeiten. Zur Instandhaltung, Pflege und zum weiteren Betrieb wurde der Verein „Freunde des Stückgutfrachters MS Bleichen e.V.“ gegründet.
Neben dem Museumsbetrieb finden im Laderaum der „Bleichen“ immer wieder kulturelle Veranstaltungen und private Feiern statt, wodurch zumindest ein Teil der Unterhaltskosten des historischen Schiffes erwirtschaftet wird. bre

