Gekapertes Schiff im Hafen
Der am Sonntag von Piraten vor der somalischen Küste entführte niederländische Frachter "Amiya Scan" hat am Mittwoch im Hafen von Rasibina in Nordosten Somalias angelegt. Die Küstenwache sei zur Rettung des Schiffs geschickt worden, sagte Ahmed Said, Regierungsmitglied der teilautonomem Region Puntland. «Wir haben nicht genügend Einsatzkräfte, um die Piraten zu bekämpfen, aber wir werden die internationale Gemeinschaft aufrufen, solche Probleme zu lösen», sagte er. Nach Angaben des Verwaltungschefs von Rasibina, Abdi Nor Galeyr, sind die örtlichen Fischer im Hafen geblieben, da sie fürchten, die Piraten könnten auf sie schießen. Das niederländische Schiff hatte am 19. Mai den kenianischen Hafen Mombasa verlassen. Die Küste vor Somalia gehört wegen zahlreicher Piratenüberfälle zu den weltweit gefährlichsten Gewässern für die Schifffahrt. Schiffe der amerikanischen und französischen Marine patrouillieren vor der Küste, können die Piratenüberfälle aber nicht völlig verhindern.