Hafenwirtschaft gegen Kompromiss bei Elbvertiefung
Angeblich stand das Streitthema Elbvertiefung gestern bei den weiteren Verhandlungen über die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene in Hamburg nicht auf der Tagesordnung. Hinter verschlossenen Türen besprachen Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Christa Goetsch (GAL) weniger kontroverse Themen. Dafür wird jetzt öffentlich über einen Kompromiss bei der Vertiefung der Fahrrinne diskutiert. Ein Umweltberater empfiehlt laut „Hamburger Abendblatt" eine von einem Meter auf 50 Zentimeter reduzierte Vertiefung. Damit könnten Schiffe mit einem Tiefgang bis 14 Meter den Hamburger Hafen tideunabhängig erreichen. Bisher ist das für Schiffe bis 13,5 Meter Tiefgang möglich. Der Unternehmensverband Hafen Hamburg äußerte sich ablehnend. Der CDU-Wirtschaftsrat forderte Beust auf, in dieser Frage nicht einzuknicken. Die Elbvertiefung ist eine der entscheidenden Hürden bei den Koalitionsverhandlungen von CDU und GAL. Beust hat die Vertiefung der Elbe als nicht verhandelbar und lebensnotwendig für die weitere Entwicklung des Hafens bezeichnet. Die GAL lehnt das Vorhaben ab.