Hamburger Hafen zieht wieder an Antwerpen vorbei

Der Hamburger Hafen hat sich nach den ersten neun Monaten des Jahres seinen Platz als zweitgrößter Containerhafen Europas zurückerobert. Mit einem Umschlagplus von 15,3 Prozent auf 6,8 Millionen Standardcontainer (TEU) überrundete Hamburg den Konkurrenten Antwerpen, der gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nur um 3,1 Prozent zulegen konnte. Das teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens (HHM) am Montag in der Hansestadt mit. Am Ende des Jahres sollen es rund neun Millionen TEU sein.

China ist Hamburgs größter Handelspartner und für rund ein Drittel des Containerumschlags verantwortlich. Dieser Umschlag wuchs in den ersten neun Monaten um knapp 12 Prozent. Russland schob sich mit einem Zuwachs von 41 Prozent auf den zweiten Platz vor. "Es geht nicht allein um die wachsenden Konsumgütermärkte, sondern aus China kommen mittlerweile auch viele Zulieferteile für die Industrie", berichtete HHM-Vorstand Claudia Roller. Im kommenden Jahr werde sich das Wachstum aus konjunkturellen Gründen voraussichtlich etwas abschwächen, aber immer noch deutlich bleiben.

Während der Krise hatte Hamburg besonders hohe Rückschläge erlitten und war vorübergehend auf den dritten Platz in Europa zurückgefallen. Das holt der Hafen nun wieder auf, weil nicht nur die chinesischen Lieferungen boomen, sondern auch der Verkehr nach Mittel- und Osteuropa kräftig anzieht. Größter Containerhafen bleibt mit Abstand Rotterdam mit einem Marktanteil von 31,7 Prozent, Hamburg kommt auf 23,7 und Antwerpen auf 23,0 Prozent. Die bremischen Häfen wuchsen mit plus 23 Prozent besonders dynamisch und erreichten 15,7 Prozent Marktanteil.

Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

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