Hamburgs Hafen hat guten Ruf bei Reedern

Der Hamburger Hafen genießt trotz eines starken Umschlagrückgangs im vergangenen Jahr bei internationalen Container-Reedereien einen guten Ruf.

Bei einer gestern veröffentlichten Umfrage der Unicredit-Bank unter Linienschiffs-Reedereien erreichte Hamburg mit einer Durchschnittsnote von 1,84 die beste Bewertung von acht Häfen in Nordwesteuropa. Der wichtigste Konkurrent Rotterdam landete mit 1,93 knapp dahinter auf dem zweiten Platz. «Das steht zwar in Widerspruch zu dem Verlust von Marktanteilen im vergangenen Jahr, zeigt aber das Zukunftspotenzial des Hafens», sagte der Unicredit-Schifffahrtsexperte Joachim Flecks. An der Umfrage beteiligten sich die Hälfte aller Container-Linienreedereien, die etwa ein Drittel der Weltflotte repräsentieren.

Besonders angetan zeigten sich die Reedereien vom Ladungsaufkommen, der Abfertigungsqualität und dem Angebot logistischer Dienstleistungen in Hamburg. Weniger zufrieden sind die Reeder vor allem mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis; Hamburg gilt als teurer Hafen. Hier seien aber Tendenzen zur Besserung erkennbar, sagte Flecks. Hafengebühren und Terminalkosten steigen nicht mehr, sondern gehen tendenziell eher zurück, was die Wettbewerbsposition des Hafens verbessere.

Als wichtigen großen Trend in der Schifffahrt haben die Unicredit- Experten erneut das Langsamfahren identifiziert. Die meisten Containerschiffe sind auf Geschwindigkeiten bis zu 25 Knoten ausgelegt, fahren aber seit dem Beginn der Krise nur noch 18 bis 20 Knoten. Nun können sich fast 90 Prozent der Reedereien vorstellen, das Tempo weiter auf 12 bis 14 Knoten zu reduzieren, also nur noch halbe Kraft zu fahren. So könnten die bereits bestellten Schiffsneubauten der kommenden Jahre in die Linien integriert werden. Gleichzeitig sparen die Reeder Betriebskosten und halten die Schiffe in Fahrt, statt sie teuer stillzulegen.

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