Hapag-Lloyd verschärft Sparkurs

Hapag-Lloyd verschärft den Sparkurs. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will Deutschlands größte Container-Reederei im kommenden Jahr bis zu 900 Millionen Euro einsparen. Bislang war nur von 600 Millionen Euro die Rede gewesen. Die zusätzlichen Sparmaßnahmen basieren maßgeblich auf den Analysen der Unternehmensberatung Roland Berger, die Hapag-Lloyd im Juli zu Hilfe gerufen hatte. Sie betreffen zum größten Teil die Kosten im Schiffsbetrieb. Ein Personalabbau, der über die bereits beschlossenen Schritte hinaus geht, ist derzeit nicht geplant.

Trotz des verschärften Sparkurses wird Hapag-Lloyd nicht so schnell aus der Verlustzone kommen. Für dieses Jahr wird intern ein Verlust von rund 900 Millionen Dollar erwartet. 2010 sei mit einem Minus von bis zu einer halben Milliarde Dollar zu rechnen. 2011 soll dann laut interner Planung mindestens ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werden.

Bereits heute wollen sich verschiedene Bundesministerien in Berlin über den Bürgschaftsantrag über 1,2 Milliarden Euro für Hapag-Lloyd abstimmen. Zudem tagt der Bürgschaftsausschuss des Bundes und des Landes Hamburg. Die endgültige Entscheidung könnte schon nächste Woche fallen. Die Hamburgische Bürgerschaft hatte am Mittwoch einstimmig das Rettungspaket für die Reederei beschlossen. Dazu gehört auch der geplante Verkauf der Hapag-Lloyd-Zentrale am Ballindamm.

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