Höhere Werften-Hilfe nötig
Die Wadan-Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar brauchen nach einem Zeitungsbericht 180 Millionen Euro, weil Banken wegen der Finanzkrise als Schiffbau-Finanzierer ausfallen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits im Dezember mit einem Sofort-Kredit in Höhe von 60 Millionen Euro geholfen. Wie die «Ostsee-Zeitung» am Mittwoch berichtete, ist der höhere Bedarf schon seit dem 11. Dezember 2008 im Landtag bekannt.
Das Blatt beruft sich dabei auf ein vertrauliches Papier des Finanzausschusses. Die beiden Werften könnten unter den Bürgschafts-«Schutzschirm» des Bundes schlüpfen, müssten aber zehn Prozent der Summe aus eigener Kraft aufbringen, hieß es. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigte Gespräche mit Banken, wollte aber keine Details nennen.
Wadan-Sprecher Matthias Trott sagte der Zeitung, Wadans bislang letzter Auftrag stamme vom Februar 2008. Der Auftragsbestand von ursprünglich 26 Bestellungen sei auf 13 Schiffe geschrumpft. Die beiden seit Frühjahr 2008 in russischem Besitz befindlichen Werften beschäftigen dem Bericht zufolge rund 2500 Mitarbeiter. In der Wismarer Werft wird derzeit eine der weltgrößten kombinierten Fracht- und Passagierfähren gebaut.