Internationale Anerkennung

Singapur, Kopenhagen, Kandla, Brunsbüttel oder Bremerhaven? Diese fünf Häfen waren nominiert, und die Frage war, wer erhält die Auszeichnung „Port of the Year“, die jährlich vom internationalen Netz für die Wohlfahrt der Seeleute (International Seafarers’ Welfare and Assistance Network, ISWAN) verliehen wird?

„Zu unserer großen Freude können wir bekannt geben, dass diese weltweite Auszeichnung an Bremerhaven geht“, freut sich Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, und fährt fort: „Es sind die Seeleute selbst, die die Wahl getroffen haben und damit der Arbeit, die für sie geleistet wird, ihre besondere Wertschätzung zeigen.“ Denn bei diesem Preis gehe es nicht um Umschlagzahlen oder Effizienz, sondern um das Wohlergehen der Seeleute, die unter besonders herausfordernden Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen.

Es gibt weltweit rund 1,6 Millionen Männer und Frauen, die zur See fahren. Diese sind über Monate großen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kommt die Trennung von Familie und Freunden. „Oft fehlt es trotz Digitalisierung an frei verfügbaren Internetzugängen und Handynetzen“, sagt Werner Gerke, Seemannspastor in Bremerhaven. Deswegen bietet die Seemannsmission einen kostenlosen Internetzugang und internationale Telefonkarten, damit die Seeleute während ihrer Aufenthaltszeit Kontakt mit der Heimat halten können. 25.000 Seeleute im Seemannsclub „Welcome“, 6816 Übernachtungen und 14.984 Tagesgäste im Seemannsheim, 1270 Besuche an Bord der Schiffe, 1136 Weihnachtspäckchen –so lesen sich die Zahlen der Arbeit in der Seemannsmission und ihres Pastors Werner Gerke. Dazu kommen unzählige Gespräche, Besuche im Krankenhaus oder Betreuung in religiösen Anliegen. pk

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