Keine Entwarnung bei HHLA

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) steckt auch im ersten Quartal in der Handelskrise und gibt noch keine Entwarnung für das Gesamtjahr.

Wegen der stagnierenden Volkswirtschaften Osteuropas brachen Umsatz und Gewinn ein und verfehlten die Erwartungen der Experten. Daher stellte sich die HHLA am Mittwoch für das Gesamtjahr auf einen Konzernumsatz „in Reichweite" von einer Milliarde Euro auf Höhe des Krisenjahres 2009 ein. In diesem Zusammenhang erklärte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters: „Als zunehmende Belastung für den Standort Hamburg erweist sich angesichts des steigenden Anteils immer größerer Schiffe auch die Verzögerung der Fahrrinnenanpassung der Elbe."

Der Manager setzt weiterhin auf das drastische Sparprogramm und will damit in diesem Jahr eine Gewinn-Marge vor Zinsen und Steuern von rund 15 Prozent erreichen. Silberstreifen am Horizont für die HHLA ist das wieder anziehende Geschäft mit Asien. Daher erhöhte der Konzern die Jahresprognose für das Mengenwachstum und peilt nun einen Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich an.

Im ersten Quartal verringerte sich der Umsatz des börsennotierten Teilkonzerns Hafenlogistik – dem Kerngeschäft der HHLA – um 7,2 Prozent auf 231,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank auf vergleichbarer Basis um 33,3 Prozent auf 31,9 Millionen Euro ab. Das Gesamtergebnis des größten Hamburger Hafenumschlagkonzerns nach Steuern lag mit 18,7 Millionen Euro um 36,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die beiden Gewinngaranten, die Container- und die Bahnsparte Intermodal, verzeichneten von Januar bis März starke Einbußen.

Die Container-Terminals in Hamburg und Odessa konnten den Umschlag zwar minimal steigern, allerdings brach das Lagergeschäft ein. Container blieben kürzere Zeit in Hamburg liegen und ließen die Lagergelderlöse stark sinken. Das Betriebsergebnis ging um 30,6 Prozent auf 35,4 Millionen Euro zurück.

Im Bahngeschäft verschärfte sich der Wettbewerb für die HHLA. Die Hamburger hielten den Umsatz in dieser Sparte aber trotz erheblicher Preiszugeständnisse mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 68,9 Millionen Euro in Grenzen. Der Betriebsgewinn sank um 12,8 Prozent auf 2,7 Millionen Euro. In der Logistiksparte ging der Frachtlogistik ein Großkunde verloren, was stark auf das Ergebnis drückte. Dagegen legte das Geschäft mit Erz, Kohle und Fahrzeugen zu. Insgesamt stieg der Umsatz in der Sparte leicht. Der operative Gewinn fiel um 17,1 Prozent auf 1,6 Millionen Euro.

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