Kieler Woche lockt mit maritimer Vielfalt

Sommer- und Segelfest: Zur Kieler Woche geben sich Traditions- und Kreuzfahrtschiffe ein buntes Stelldichein, Foto: Stadt Kiel/Thomas Eisenkrätzer
Am heutigen Freitag beginnt die 125. Kieler Woche. Zu dem Großereignis erwartet die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt rund drei Millionen Besucher. Es könnten sogar noch mehr werden, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), denn „eine unserer 125 Neuerungen lautet: Diese Kieler Woche findet ausschließlich bei Sonnenschein statt“.
Was die Segler auf den Regattenfeldern vor der Kieler Förde brauchen, ist Wind. Die heute größte Regattaveranstaltung der Welt begann vor 137 Jahren, am 23. Juli 1882, mit 20 Segelschiffen. In diesem Jahr gehen rund 4000 Sportler aus 60 Nationen mit bis zu 1800 Booten an den Start – darunter auch olympische Disziplinen.
Zu den erwarteten Gästen des Sommerfestes gehören auch rund 2500 Marinesoldaten. Im Marinestützpunkt Tirpitzhafen machen mehr als 35 Schiffe und Boote aus zwölf Nationen fest. Dazu gehören unter anderem das US-amerikanische Kommandoschiff „Mount Whitney“, das Landungsschiff HMS „Albion“ der königlich-britischen Marine und das spanische Segelschulschiff „Juan Sebastián de Elcano“ sowie der Einsatzgruppenversorger „Bonn“, eines der größten Schiffe der Deutschen Marine. Die Marinen laden am Samstag und Sonntag des Eröffnungswochenendes sowie am Mittwoch zum Open Ship ein.
Maritimer Höhepunkt soll die Windjammerparade am 29. Juni werden. Die Parade mit geplanten 80 Seglern wird vom russischen Großsegler „Mir“ angeführt. Einen Wermutstropfen gibt es für Parade-Beobachter auch in diesem Jahr: Die „Gorch Fock“ ist wieder nicht dabei. Der Dreimaster werde nicht nur bei der Marine, „sondern auch bei der Kieler Woche sehnsüchtig zurückerwartet“, sagte Kämpfer.
Voll wird es auch im Kieler Hafen. Hier liegen neben den Skandinavien-Fähren während der gesamten Festwoche 15 Kreuzfahrtschiffe – darunter vier Schiffe der Reederei AIDA Cruises sowie zwei MSC-Cruiser, die mit rund 171.500 BRZ die größten Besucher dieser Saison sind. acw/dpa