Kreuzfahrtsaison in Kiel eröffnet

Mit dem Einlaufen des neuen Schiffes «AIDAbella» in die Kieler Förde hat am Donnerstag in Deutschlands Kreuzfahrthafen Nummer eins die neue Saison begonnen. Begleitet von Booten, die Wasserfontänen in die Luft spritzten, legte das Ende März fertiggestellte Schiff am Morgen bei regnerisch-trübem Wetter am Ostseekai an. An den Terminals in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt sind in diesem Jahr 125 Anläufe geplant. Den Saisonabschluss macht die «Alexander von Humboldt II» am 21.
September. In dieser Saison werden 190 000 Passagiere erwartet, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Bereits im vergangenen Jahr war Kiel mit
114 Anläufen der beliebteste Kreuzfahrthafen in Deutschland.
Konkurrent Rostock-Warnemünde ist den Kielern allerdings dicht auf den Fersen: Dort stehen in diesem Jahr 116 Besuche von Kreuzfahrtschiffen auf dem Programm. Sie werden etwa 170 000 Passagiere an Bord haben. In beiden Städten wurde in den vergangenen Jahren kräftig investiert, um sich in dem boomenden Geschäft zu behaupten. In Kiel flossen in den vergangenen drei Jahren mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein insgesamt gut 35 Millionen Euro in den Ausbau der Terminalanlagen am Ostseekai und am Norwegenkai. Bis Ende 2009 sind noch einmal 16 Millionen Euro für ein neues Fähr- und Kreuzfahrtterminalgebäude am Schwedenkai vorgesehen.
Als größtes Schiff wird in dieser Saison in Kiel mit rund 75 000 Bruttoregistertonnen die 253 Meter lange «Costa Victoria» festmachen.
Zu den Gästen gehören auch viele «alte Bekannte» wie die «Deutschland», die «Europa», die «Silver Cloud» oder die «MSC Lirica».

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