Kreuzfahrtschiff auf Grund gelaufen
Das vom Eisbrecher zum Kreuzfahrtschiff umgebautes Expeditionsschiff "Polar Star" ist mit 67 Passagieren und 46 Crew-Mitgliedern an Bord in der Arktis auf Grund gelauden.
Die Havarie ereignete sich am Mittwoch südlich der polnischen Polarforschungsstation im Hornsund in Süd-Spitzbergen bei ruhiger See, wie jetzt bekannt wurde. Sieben Stunden nach dem Grundlauf wurden die örtlichen Behörden informiert, die sofort einen Hubschrauber sowie das Küstenwachschiff "Senja" in Marsch setzte.
Es gelang dem Schiff gegen Abend, mit eigener Kraft wieder freizukommen und Kurs auf den Hornsund zu nehmen. Hier ging es vor Anker. Es hatte einen kleinen Wassereinbruch erlitten. Den weiteren Schaden sollten nun Taucher der Küstenwache inspizieren. Erst danach sollte entschieden werden, ob der Eisbrecher mit eigener Kraft nach Longyearbyen weiter läuft oder die Passagiere auf andere Weise dorthin transportiert werden müssen. Diese wurden derweil mit Landausflügen unterhalten.
Das 86,5 Meter lange Fahrzeug wurde 1969 auf der Wärtsilä-Werft in Finnland erbaut und war als "Njord" im Eisbrecheinsatz für die schwedische Marine, ehe es 2001 für die norwegische Karlsen-Reederei zum Eismeer-Kreuzfahrer umgerüstet wurde.