Kreuzschifffahrt: Umweltschützer fordern saubere Abgastechnik

Die "Europa 2" soll als weltweit erstes Kreuzfahrtschiff mit einem Stickoxid-Katalysator auf den Meeren unterwegs sein. Grafik: Hapag-Lloyd
Traumschiffe als Dreckschleudern? Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat erneut die schlechte Umweltbilanz vieler Kreuzfahrtschiffe kritisiert. Ozeanriesen seien oft ohne Filteranlagen unterwegs und bliesen gigantische Schadstoffmengen in die Luft, teilte der NABU am Freitag in Berlin mit. Außerhalb von Schutzzonen seien viele Schiffe weiterhin mit umweltschädlichem Schweröl als Treibstoff unterwegs.
Ein großes Kreuzfahrtschiff stoße im Durchschnitt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Autos. Das trübe auch die Umweltschutzbilanz an Land. Ein Jahr nach dem Start seiner Kampagne für sauberere Traumschiffe sieht der Verband aber auch Erfolge. So soll von 2013 an die "MS Europa 2" von Hapag-Lloyd als weltweit erstes Kreuzfahrtschiff mit einem Stickoxid-Katalysator auf den Meeren unterwegs sein.