Marine hat Munitionsmangel

Die Marine hat zu wenig Munition. «Es gibt einen Munitionsmangel, der nicht kurzfristig abstellbar ist. 2010 wird ein schwieriges Jahr», sagte ein Marine-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa und bestätigte damit am Freitag einen Bericht der «Kieler Nachrichten». Es fehle an Geschossen für Pistolen und anderen Handfeuerwaffen bis hin zu schweren Maschinengewehren. Die Anti-Piraten-Mission «Atalanta» und der UNIFIL-Einsatz gegen Waffenschmuggel in den Libanon seien jedoch nicht gefährdet, betonte der Sprecher.

«Wir schicken keine Soldaten ohne Ausbildung und ohne ausreichend Munition in den Einsatz», sagte er. Noch sei nicht absehbar, wann zusätzliche Munition verfügbar sei, berichtete der Sprecher. Die fehlende Munition müsse an anderen Stellen eingespart werden.

Für den Mangel gibt es nach Marine-Angaben mehrere Gründe: Zum einen sei durch die Einsätze - vor allem in Afghanistan - viel Munition verbraucht worden. Auch in der Ausbildung der Soldaten, die in Auslandseinsätzen geschickt werden, werde viel Munition verschossen. Zudem sei unter den drei Verbänden Marine, Luftwaffe und Heer in den vergangenen Jahren nicht verbrauchte Munition weitergegeben worden. Dies sei in diesem Jahr nicht möglich, weil auch Heer und Luftwaffe ihre Kontingente benötigten. «Es ist nicht dramatisch, aber 2010 wird nicht einfach», konstatierte der Marine-Sprecher.

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