Maritime Unfälle nehmen zu

644 Ordnungswidrigkeitsverfahren auf See haben die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion (WSP) in Sassnitz bis Ende Juli aufgenommen, 88 mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der maritimen Unfälle nahm zu. Die meisten davon waren Sportbootunfälle. Polizeikommissar Uwe Bruchalla führt dies auch auf die höhere Fahrzeugdichte um Rügen zurück. Landesweit ist hingegen die Anzahl an Ordnungswidrigkeiten gesunken: 3772 waren es im Vorjahreszeitraum, in diesem Jahr wurden bislang 3466 registriert.

Mit dem 24,50 Meter langen Küstenstreifenboot „Granitz“ legen Bruchalla und sein Team täglich vom Stadthafen Sassnitz ab. Dabei kontrollieren sie vor allem Angelboote und Segler, die in Gewässern rund um Rügen schippern. „Ausrüstungsmängel auf den Charterbooten sind unser Hauptpro blem und im Ernstfall ein echtes Sicherheitsrisiko für die Besatzung“, erklärt Bruchalla. Aber auch Fischwilderern, betrunkenen Bootsführern und Umweltsündern wollen er und seine Kollegen auf die Spur kommen.

Derzeit arbeiten rund 270 Wasserschutzpolizisten in Mecklenburg-Vorpommern, doch in den vergangenen Jahren wurden im Zuge der Polizeistrukturreform in diesem Bereich Stellen abgebaut (THB 16. Juli 2015). „Wir sind im Grenzbereich angelangt“, so Hartmut Richter, Sprecher der Landeswasserschutzpolizei. „Ein weiterer Abbau von Vollzugsbeamten kann zur Folge haben, dass wir bestimmte Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.“ dpa/bre

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