Mehr Sicherheit durch nautisches Warnsystem
Das nautische Warnsystem NAVTEX wird auch für Freizeitkapitäne immer interessanter. «Die Sportschifffahrt auf der Ostsee profitiert davon, dass wir jetzt über den NAVTEX-Sender im schleswig-holsteinischen Pinneberg Warnmeldungen auch auf Deutsch absetzen», sagte Mathias Jonas vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag am Rande der internationalen BALTICO-Konferenz in Hamburg. Auch gebe es für Segler und andere Sportbootführer zusätzliche Informationen zum Beispiel über Niedrigwasser oder Unterwasserhindernisse sowie das Küstenwetter.
«Warnnachrichten sind lebenswichtig für die Schifffahrt», betonte der Leiter des Nautischen Informationsdienstes des BSH. Das gelte zum Beispiel für dringliche nautische und meteorologische Warnungen, Seenotmeldungen und Eisberichte im Winter. Die Warnungen würden weltweit über örtliche Rundfunksender und ein international von der nautischen Organisation IMO koordiniertes Funknachrichtensystem abgesetzt.
Obwohl die Zahl der Schiffe auch auf der Ostsee ständig gestiegen sei, gebe es weniger tödliche Unfälle und weniger Ölunfälle auf See als in den 70er Jahren, sagte Jonas. NAVTEX war als ständiger Dienst im gesamten Ostseebereich 1983 eingeführt worden. Der gebührenfreie Dienst könne mit entsprechenden Zusatzgeräten heute auch mit Hilfe eines Laptops empfangen werden. Das sei natürlich besonders für Sportbootkapitäne interessant.
Gastgeber der eintägigen BALTICO-Konferenz in Hamburg sind das BSH und der Deutsche Wetterdienst. Vertreter aller Ostseeanrainerstaaten, Großbritanniens und Frankreichs verständigten sich dabei vor allem über die Weiterentwicklung der Warndienste für die Schifffahrt.