Millionen für Deutsches Auswandererhaus

Das Deutsche Auswandererhaus (DAH) in Bremerhaven soll einen zweiten Erweiterungsbau für Seminar- und Büroräume erhalten.

Wie der Bremer Senat mitteilt, hat die staatliche Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen jetzt einstimmig der erforderlichen Bereitstellung von Landesmitteln in Höhe von 6,175 Millionen Euro zugestimmt. Für die DAH-Erweiterung sind insgesamt 12,35 Millionen Euro eingeplant. Diese werden jeweils zu 50 Prozent vom Land Bremen und vom Bund zur Verfügung gestellt.

Geplant sei, das Deutsche Auswandererhaus zu einem nationalen Migrationsmuseum weiterzuentwickeln. Hierfür würde ein Konzept erarbeitet, dessen nationale Bedeutung vom Bund bereits anerkannt wurde. Inhaltlich ist zudem die Stärkung von Forschung und wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen vorgesehen.

„Für Bremerhaven bedeutet dies nicht nur die langfristige Sicherung seiner touristischen Attraktivität, sondern schafft durch die konzeptionelle und bauliche Weiterentwicklung einen wichtigen Beitrag“, so Martin Günthner, Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. „Das Museum sensibilisiert mit seiner Ausrichtung als Migrationsmuseum nicht nur für einen bedeutenden Teil unserer Geschichte, sondern spiegelt als Lernort auch die aktuellen Debatten unserer Gesellschaft wider.“

Das DAH wurde 2005 eröffnet und 2012 durch einen Anbau erweitert. Bis heute verzeichnete das Museum rund 2,5 Millionen Gäste und nimmt damit im deutschlandweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein. Das Deutsche Auswandererhaus wird ohne laufende Zuschüsse betrieben und ist neben dem Klimahaus in Bremerhaven eine der bedeutendsten touristischen Attraktionen des Bundeslandes. Zu den internationalen Auszeichnungen zählen der Europäische Museumspreis des Jahres 2007 (EMYA) und „Best Heritage Award“ 2018 der gleichnamigen europäischen Exzellenzinitiative. bek

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