Millionen zur Kieler Woche erwartet

Die Windjammerparade ist ein fester Bestandteil der Kieler Woche, Foto: Behling
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Von kommender Woche an werden drei Millionen Besucher beim weltgrößten Segelereignis - der Kieler Woche - erwartet. Bei dem neuntägigen Spektakel sollen nicht nur der Segelsport für Unterhaltung sorgen, sondern auch Open-Air-Konzerte und exotische Speisen.
Auf dem Wasser starten knapp 4000 Regattafahrer in die Wettkämpfe, an Land sind mehr als 2000 Veranstaltungen geplant.
Die Kieler Woche mit ihrer mehr als 130-jährigen Geschichte gilt als größtes Sommerfest im Norden Europas. Eröffnet wird der Feier-Marathon in diesem Jahr am Samstag (20. Juni) von Schauspieler und Tatort-Kommissar Axel Prahl an der Seite von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Gleich darauf starten die ersten Regattafahrer in ihre Wettkämpfe. Die Sportler bei den Segelregatten kommen aus mehr als 50 Nationen nach Kiel.
Als ein weiterer traditioneller Höhepunkt der Kieler Woche gilt die Windjammerparade am zweiten Sonnabend (27. Juni). Wie schon im Vorjahr wird sie vom Segelschulschiff der Marine "Gorch Fock" angeführt, dahinter sind rund 100 Groß- und Traditionssegler zu sehen - unter ihnen auch der laut Angaben des Veranstalters größte traditionelle Windjammer der Welt, das einst in Kiel gebaute, russische Schiff "Sedov". Am Marinestützpunkt laufen mehr als 60 Schiffe und Boote aus elf Nationen ein.
Außer den eigentlichen Stars auf dem Wasser bietet die Kieler Woche auch ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm und Attraktionen an Land. Seit Tagen werden überall in der Stadt Zelte und Open-Air-Bühnen errichtet. Internationale Musiker wie Anastacia, Milow, Billy Ocean sowie die deutschen Sänger Johannes Oerding, MC Fitti und Lena haben sich angekündigt.
Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises am Sonntag (21. Juni). Er geht in diesem Jahr an den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow, den Vorstandsvorsitzenden von General Electric, Jeffrey Immelt, die Textilunternehmer Kristine und Douglas Tompkins sowie an den Wirtschaftswissenschaftler Sir Christopher A. Pissarides. Gorbatschow hatte bereits im Vorwege seine Teilnahme aufgrund gesundheitlicher Probleme abgesagt. lno
