Mindestens 70 Tote bei Fährunglück

Beim Untergang einer überladenen Passagierfähre auf dem Fluss Tenulia im Süden Bangladeschs sind am Freitagabend mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder.

Nach Behördenangaben war die „Coco 4" mit mehr als 1500 Menschen an Bord in der Nacht zu Samstag während des Anlegemanövers in Lalmohan auf der Insel Bola etwa 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka gekentert. Zu viele Menschen waren beim Anlegen auf eine Seite des Schiffes gelaufen. Wie die Zeitung „The Daily Star" unter Berufung auf die Polizei berichtete, bargen Rettungskräfte bis Montagvormittag (Ortszeit) Leichen aus dem Wrack.

Eigentlich war die Fähre lediglich für den Transport von 650 Passagieren zugelassen. Es wird befürchtet, dass weitere Opfer unter Deck eingeschlossen sind. Die meisten Passagiere waren auf dem Weg von Dhaka zu ihren Familien, um das muslimische Opferfest Eid-al-Adha zu feiern. Wegen der vielen Menschen an Bord habe das Schiff vermutlich an Stabilität verloren, zitierte „The Daily Star" am Sonntag einen Polizeisprecher. Nach ersten Ermittlungen sei in der Schiffshaut aber auch ein größerer Riss entdeckt worden. Um die genaue Unglücksursache zu ermitteln, berief die Regierung eine fünfköpfige Expertenkommission.

In dem südasiatischen Land am Golf von Bengalen kommt es wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen und zu wenig Kontrollen immer wieder zu schweren Fährunglücken.

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