MSC setzt auf Alfa Laval
Die Nummer zwei unter den weltweit größten Containerreedereien, MSC, forciert die Ausstattung ihrer Flotte mit Ballastwasserreinigungssystemen.
Mit dem Unternehmen Alfa Laval, eigenen Angaben zufolge eines der weltweit führenden Unternehmen auf den Gebieten Wärmeübertragung, mechanische Separation und Fluid Handling, unterzeichnete die von der Schweiz aus gesteuerte Reederei jetzt einen Rahmenvertrag. Darin wird Alfa Laval als „bevorzugter Lieferant“ solcher Aufbereitungsanlagen bestimmt, teilte der in Glinde bei Hamburg ansässige Schiffszulieferer am Montag mit. Die Vereinbarung sieht vor, dass bis Juli 2016 voraussichtlich Aufträge im Wert von rund 24,5 Millionen Euro generiert werden. Auf das laufende Jahr könnten davon bereits Lieferungen im Wert von gut 13,3 Millionen Euro entfallen.
Für Lars Renström, Präsident und CEO der Alfa Laval Group, ist der Auftrag „auch ein klares Zeichen dafür, dass sich der maritime Markt für Nachrüstungen endlich zu öffnen beginnt“. Außer dem großen Umweltthema „SECA“ ist die Reinigung von Ballastwasser ein weiterer wichtiger Aspekt für die Schifffahrt.
Das bereits seit 2004 bestehende Internationale Übereinkommen zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen der IMO haben bislang 44 Staaten ratifiziert, die zusammen 32,86 Prozent der Welttonnage repräsentieren. Das Abkommen wird verbindlich, wenn mindestens 35 Prozent durch die Staatengemeinschaft vertreten werden. Die IMO ist zuversichtlich, dass diese Quote in Kürze erreicht wird. Als „Flaschenhals“ könnte sich aber die Zertifizierung von entsprechenden Systemen erweisen. EHA
