Nächster Schritt zur Elbvertiefung
Nach dem Ja der EU-Kommission zur umstrittenen Elbvertiefung sind nun Hamburgs Nachbarländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein am Zug.
Die zuständigen Behörden bei der Wasserschifffahrtsdirektion Nord in Kiel und bei der Stadt Hamburg haben ihnen am Freitag nach eigenen Angaben den Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses zur Erteilung des Einvernehmens zugestellt. Während von Hamburg und Schleswig-Holstein kaum mit Widerständen zu rechnen ist, sorgt sich Niedersachsen nach wie vor um die Sicherheit der Deiche und um die Zukunft der Obstbauern, welche eine Versalzung ihrer Anbaugebiete befürchten.
Die Planfeststellungsbehörden haben in dem rund 2400 Seiten starken Papier nach eigenen Angaben alle von dem Vorhaben betroffenen Einwendungen von Bürgern sowie von Behörden, Verbänden und Vereinen geprüft und Vorgaben zur Wahrung der Interessen von Betroffenen und der Umwelt gemacht. Sollten die Länder voraussichtlich bis zum Frühling ihr Einvernehmen erteilen, könnte der Beschluss offiziell erlassen werden.
Ob danach gleich mit den Baggerarbeiten begonnen werden kann, ist jedoch ungewiss, da Umweltverbände sich nach wie vor den Weg vor Gericht offenhalten. Hamburg und der Bund wollen die Elbe für Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 13,5 Meter tideunabhängig passierbar machen.