NATO kämpft weiter gegen Piraten

Die 28 NATO-Staaten setzen ihren Einsatz zur Bekämpfung der Piraterie im Indischen Ozean fort. Wie jetzt aus Diplomatenkreisen in Brüssel bekannt wurde, verlängerten die NATO-Botschafter das Mandat der Operation „Ocean Shield“ bis Dezember 2014. Es seien aber nach wie vor keine militärischen Aktionen an Land vorgesehen, hieß es.

Seit 2008 befinden sich Kriegsschiffe der NATO im Einsatz gegen somalische Piraten. Es handelt sich um jeweils etwa fünf bis sechs Schiffe, die mit Einheiten anderer Staaten kooperieren. Auch die Europäische Union hat mit der Operation „Atalanta“ Kriegsschiffe im Einsatz. Zahlreiche andere Länder operieren ebenfalls in den Gewässern, darunter auch Russland, China und Indien.

Unterdessen zieht sich der Prozess gegen zehn mutmaßliche Piraten vor dem Hamburger Landgericht weiter in die Länge. In dem seit November 2010 laufenden Verfahren wurden jetzt am 80. Verhandlungstag neue Termine bis mindestens Ende Mai angesetzt. Die Beschuldigten sollen Ostern 2010 das Containerschiff „Taipan“ der Reederei Komrowski in ihre Gewalt gebracht haben, bevor sie von einem niederländischen Marinekommando überwältigt und festgesetzt wurden.

Einer der Somalier ist geständig. Am Montag führte er aus, wie die Sicherheitsmaßnahmen des Schiffes überwunden werden konnten, und nannte auch Hintermänner des Angriffs an Land. Wegen seiner Aussagen vor Gericht habe er von mehreren seiner Mitangeklagten Todesdrohungen erhalten, sagte er außerdem.

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