Neuer Ärger um die Falkland-Inseln
Fast 30 Jahre nach dem Falkland-Krieg gibt es neuen Ärger um die von Argentinien beanspruchte britische Inselgruppe im Südatlantik. Die südamerikanische Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur, der Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay angehören, hat einen Bann für Schiffe mit Falkland-Flagge verhängt. Sie dürfen die Häfen der Länder nicht mehr anlaufen. Die Entscheidung sei auf dem Mercosur-Gipfel in Montevideo getroffen worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.
Auf die Falkland-Inseln, wo britische Firmen von 2016 an Erdöl fördern wollen, erhebt Argentinien weiterhin Besitzansprüche.
Großbritanniens Regierung veröffentlichte am Mittwoch eine offizielle Warnung an Argentinien. London sei sehr besorgt" über den "jüngsten argentinischen Versuch, die Inseln zu isolieren", hieß es in einer Stellungnahme des Außenministeriums.
"Niemand sollte an unserer Entschlossenheit zweifeln, das Recht der Inselbewohner der Falklands auf eine selbstbestimmte politische Zukunft zu schützen", sagte ein Sprecher des Ministeriums in London. Die Bürger der Inselgruppe sind mehrheitlich pro-britisch eingestellt.