Neuer Zweck für alten Frachter

Die knapp 90 Meter lange „Bleichen“ ist im Hansahafen vor dem Schuppen 50 beheimatet, Foto: Hasenpusch
Der Einsatz des ehemaligen Stückgutfrachters „Bleichen“ ist weiterhin gefragt. Für die Luke 2 wurde der Betreibervertrag mit der Stiftung Hamburg Maritim nun vorzeitig verlängert.
Wenn dieser Tage an den ersten Containerumschlag in Deutschland vor 50 Jahren erinnert wird, dann zeigt sich schlagartig, dass die Zeit der knapp 90 Meter langen „Bleichen“ schon lange vorbei ist – zumindest für das aktuelle Frachtgeschäft. Dabei ist der Museumsfrachter alles andere als unbedeutend. Die Bleichen bereiste in ihrer 70-jährigen Geschichte fünf Meere, wurde auf vier verschiedene Namen getauft und versorgte Deutschland in der Nachkriegszeit mit wichtigen Gütern aus Skandinavien. In den zwei Ladeluken, wo vor Jahrzehnten Papier gestapelt wurde, bewegen sich heute Gäste auf dem dielenähnlichen Holzboden im Walzertakt. Die rustikale, historische Atmosphäre der Laderäume schafft dabei ein besonderes Ambiente.
Dass der historische Stückgutfrachter nicht schon längst abgewrackt wurde, hat er der Stiftung Hamburg Maritim zu verdanken, die ihn 2007 in die Hansestadt lotste. Nach der Restaurierung zum fahrbereiten Museumsschiff sind weite Bereiche an Bord der Nutzung für Gäste überlassen. So bietet beispielsweise das Brückendeck einen „Salon“ für 20 Personen. Auf dem Hauptdeck steht für Feiern unter freiem Himmel ein großer Außenbereich zur Verfügung. Zu finden ist die „Bleichen“ im Hansahafen vor dem Schuppen 50. Mietpreise beginnen bei 350 Euro. Weitere Infos unter <link http: www.eventsaufderbleichen.de>www.eventsaufderbleichen.de flu
