Nord-Länder wollen Unterelbe-Region wirtschaftlich stärken

Da in Hamburg Flächen für die Offshore-Verladung fehlten, sei Brunsbüttel ein optimaler Basishafen dafür. Foto Brunsbüttel Ports
Die drei Anliegerländer der Unterelbe sehen für die Region neue wirtschaftliche Chancen. Die günstige geografische Lage mit direktem Zugang zu seeschifftiefem Wasser und einer leistungsfähigen Hafeninfrastruktur sei ein großer Vorteil für die Unterelbe, sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) im Anschluss an eine Fachkonferenz in der Hansestadt.
"Die Wirtschaft macht keinen Halt vor Ländergrenzen", erklärte der Senator. Schon jetzt könnten die Länder durch enge Zusammenarbeit Unternehmen an der Unterelbe halten und die Potenziale des wachsenden Seeverkehrs nutzen.
Diese Kooperation lasse sich auf viele andere Bereiche übertragen. Da in Hamburg zum Beispiel Flächen fehlten für den Bau und die Verschiffung von Offshore-Windanlagen, seien Brunsbüttel und Cuxhaven optimale Basishäfen dafür. "Für die zukünftige Entwicklung des Industriestandortes Unterelbe ist eine sichere Energieversorgung zu tragbaren Preisen verbunden mit dem Ausbau der Stromnetze und dem Aufbau von Speicherkapazitäten von zentraler Bedeutung", sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU). Die Partner in der Region in Politik, Verwaltung und Wirtschaft unterzeichneten eine Absichtserklärung, in der sie die zukünftige Zusammenarbeit skizzierten.