NYK gibt Greenpeace nach

Mit einer Schiffsblockade im Hafen von Rotterdam haben Greenpeace-Aktivisten am Karfreitag den Export von isländischem Walfleisch verhindert.

Sie ketteten sich an die Ankerseile der „NYK Orion", die Container mit insgesamt 160 Tonnen Finnwal-Fleisch aus Island an Bord hatte. Die japanische Reederei NYK gab schließlich nach und ließ die Container ausladen, wie die Hafenpolizei mitteilte.

Ein Greenpeace-Sprecher sagte, man sei sehr zufrieden, dass der Versuch, das internationale Handelsverbot für Walfleisch zu umgehen, unterbunden werden konnte. „Trotzdem ist es bizarr, dass so eine Aktion überhaupt erst nötig war und die niederländischen Behörden nicht von sich aus Maßnahmen gegen den illegalen Transport über niederländisches Territorium ergriffen haben."

Island erlaubt seit 2006 wieder die Jagd auf Zwerg- und Finnwale, obwohl seit 1986 ein weltweites kommerzielles Fangverbot gilt. Die Regierung will nach inoffiziellen Angaben auch in diesem Sommer wieder 300 Wale zum Abschuss freigeben. Der Walfang gilt als wichtiger Streitpunkt mit der EU bei den bevorstehenden Beitrittsverhandlungen.

Die Polizei nahm kurzzeitig sieben an der Aktion beteiligte Greenpeace-Mitglieder in Gewahrsam. Nach der formellen Eröffnung von Strafverfahren wegen Störung des Hafenbetriebes durften sie wieder gehen.

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