Ölbekämpfung mit Popcorn geübt

Mit großen Mengen Popcorn in der Nordsee hat das Havariekommando gestern die Bekämpfung einer Ölkatastrophe vor der deutschen Küste trainiert. Die Einsatzkräfte übten mit sieben Spezialschiffen den Ernstfall, der beispielsweise bei einer Tankerhavarie eintreten könnte. Katastrophenszenarien wie im Golf von Mexiko seien in Nord- und Ostsee jedoch unwahrscheinlich, da es hier keine ähnlichen Tiefenbohrungen gebe, sagte eine Sprecherin bei der Übung. Das Popcorn ersetze das Öl, da es auf dem Wasser ähnlich reagiere und biologisch abbaubar sei.

„Wir haben weitere Handlungssicherheit gewonnen", sagte der Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees. „Die Situation hier ist mit den USA überhaupt nicht zu vergleichen, und zum Glück haben wir ein solches Szenario nicht." Die Schiffe trainierten in der Nordsee Formationsfahrten und das Ausbringen der Ölbarrieren.

Das Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven gibt es seit 2003. Es ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. In Notfällen koordinieren die Spezialisten die Kriseneinsätze.

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