Offshore-Terminal am Blexer Bogen
In Bremerhaven soll ein Hafen für die Verladung der in der Nordsee zu errichtenden Offshore-Windanlagen gebaut werden. Als Standort des geplanten Terminals ist der nördliche Bereich des Blexer Bogens vorgesehen. Das hat der Senat gestern in seiner Sitzung in Bremerhaven beschlossen.
Zugleich wurde der Senator für Wirtschaft und Häfen beauftragt, das erforderliche Genehmigungsverfahren einzuleiten. Wirtschaftssenator Martin Günthner: „Wir wollen der Offshore-Industrie in Bremerhaven die besten Voraussetzungen bieten, damit der Standort vom Boom der alternativen Energien bestmöglich profitiert."
Die Planungen gehen davon aus, dass am Blexer Bogen ein 25 Hektar großer Terminal mit 500 Metern Kaje gebaut werden kann, auf dem bis zu 150 Offshore-Anlagen jährlich umgeschlagen werden können. Da der Planungsraum Teil eines europäischen Naturschutzgebietes ist, werden umfassende Ausgleichsmaßnahmen erforderlich, die bereits vor Baubeginn des Terminals umgesetzt werden müssen. Mit dem Bau des Hafens kommt es auch zu Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und nautischen Belange der Schifffahrt auf der Weser. So wird die in diesem Bereich gelegene Blexer Reede eingeschränkt. Der Abtransport der liegenden Rotorsterne ist zudem im Detail in die übrigen Seeverkehre einzupassen.
Die rund 240 Millionen Euro teure Offshore-Plattform soll von privaten Investoren errichtet werden. Das erforderliche Verfahren will Günthner jetzt kurzfristig einleiten: „Es bleiben eine Fülle von Einzelproblemen, die im anstehenden Planverfahren zu bewältigen sind. Wir müssen das Tempo hoch halten, um die angestrebte Fertigstellung 2014 zu erreichen. Nur mit einem Offshore-Terminal wird sich Bremerhaven weiter als führender Standort der Windindustrie entwickeln können."