Ostfriesland setzt auf Hafenausbau

Ein neuer Hafen bei Emden und der Anschluss von Aurich an das Autobahnnetz sind für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostfriesland und Papenburg die wichtigsten Zukunftsaufgaben. Eine Studie zu dem Hafenprojekt "Rysumer Nacken" werde voraussichtlich im April vorliegen, sagte am Donnerstag IHK-Präsident Manfred Wendt. Davon sei auch eine genauere Schätzung der Planungskosten zu erwarten. Das Projekt sei eine außerordentliche Chance, die nicht verpasst werden dürfe.

Von strategischer Bedeutung für die Hafenwirtschaft der Region sieht Wendt auch die geplante Vertiefung der Außenems um einen Meter. Das Planfeststellungsverfahren könne Mitte des Jahres beginnen. 2013 könne bei einem gutem Verlauf der Beschluss folgen.

Wendt sieht die Wirtschaft in Ostfriesland und Papenburg nach einem erfolgreichen Jahr auch für 2012 auf gutem Kurs. "Insgesamt überwiegt der Optimismus", verwies er auf eine Konjunkturumfrage bei Unternehmen in Industrie, Handel, Dienstleistungsbranche und im Verkehrssektor. Die Schuldenkrise habe allerdings zu vorsichtigen Zukunftserwartungen geführt. So werde sich die gegenwärtig sehr gute Geschäftslage der Vormonate im Großhandel voraussichtlich nicht auf gleichem Niveau fortsetzen.

Die Vollversammlung der IHK wählt am 7. Februar einen Nachfolger für Wendt. Der Chef des Papenburger Bauunternehmens Bunte tritt nach fünfjähriger Amtszeit nicht mehr an.

Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

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