Oströhre in neuem Glanz
Nach rund neunjähriger Sanierung hat die Hamburger Hafenbehörde HPA die Oströhre des Alten Elbtunnels wieder freigegeben.
Mit einem symbolischen Knopfdruck gaben Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) und HPA-Chef Jens Meier am Freitag das Signal zur Wiedereröffnung. Bis zum 2. Juni soll die sanierte Röhre ausschließlich Fußgängern vorbehalten sein. Am Tag darauf beginnt die Sanierung der Weströhre.
Tschentscher bezeichnete das Bauwerk aus dem Jahr 1911 als herausragende ingenieurtechnische Leistung. Es sei damals der erste Tunnel dieser Art in Europa gewesen. Vor mehr als 100 Jahren habe man ein Verkehrsproblem durch Innovation gelöst. So werde Hamburg auch in Zukunft vorgehen. Als Beispiel nannte der Bürgermeister die Lärmschutzdeckel über der Autobahn A7.
Der Tunnel diente im vergangenen Jahrhundert vor allem Werft- und Hafenarbeitern, die auf diesem Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Pferdefuhrwerk zu ihren Arbeitsplätzen kamen.
Im vergangenen Jahr wurden in der Weströhre 1,1 Millionen Fußgänger, 300.000 Radfahrer und 38.000 Autos gezählt. Die Sanierung dieser Röhre soll nun bis 2024 dauern. Für 2025 ist die Wiedereröffnung geplant. Auf der Südseite nahe der Werft Blohm+Voss müssten allerdings noch Kriegsschäden untersucht werden, sagte Meier. lno/bek
