Passagier-Eisbrecher wieder frei

Der russische Eisbrecher «Kapitan Klebnikov» hat sich aus seiner fest gefahrenen Position in der Antarktis befreit und sollte noch gestern eisfreie Gewässer erreichen. Die Stimmung unter den 105 Touristen an Bord sei ausgelassen, sagte Kapitän Viktor Wassiljew nach Angaben der russischen FESCO-Reederei, der das Schiff gehört.

Der zum Kreuzfahrtschiff umfunktionierte Eisbrecher war am Sonntag zwischen Eisschollen eingeklemmt worden, fahre nun aber an der Nordwestküste der Antarktischen Halbinsel entlang.

Der schwierigste Teil der Eisstrecke sei überwunden. «Wassiljew ist ein erfahrener Kapitän, der Dutzende dieser Touren unternommen hat. Er hatte die Gegend auch mit einem Hubschrauber erkundet und die Situation eingeschätzt», sagte Reederei-Sprecher Wjatscheslaw Naganjuk der Agentur Interfax zufolge. Experten wiesen darauf hin, dass das Feststecken von Eisbrechern keine Notsituation sei.

Moskauer Medien berichteten, dass die meist britischen Passagiere zum Zeitvertreib Hubschraubertouren unternommen und sich kräftig gesonnt hätten. Viele der gut betuchten Gäste hatten die mehr als 10 000 Euro teure Kreuzfahrt gebucht, um Kaiserpinguine zu sehen. Auch ein Fernsehteam der britischen BBC ist zu Dreharbeiten an Bord des Eisbrechers. Das Team filmte für eine Dokumentation über die Wildnis im Weddell-Meer und wurde von der vorübergehenden Zwangspause wegen der besonders dicken Eisschicht überrascht.

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