Protest gegen Atomtransport
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in Frankreich stundenlang einen Atomtransport aufgehalten. Nahe der Hafenstadt Cherbourg-Octeville ketteten sich in der Nacht zum Montag mehrere Aktivisten an Bahngleise. Am frühen Morgen rollte Greenpeace einen Transporter auf die Zugstrecke. Sicherheitskräfte brauchten erhebliche Zeit, um die Gleise zu räumen.
Ziel sei es, die Regierung zu einem Ausfuhrverbot für strahlende Ladungen zu bewegen. Nach Angaben des Atomkonzerns Areva besteht der Atomtransport unter anderem aus 40 Containern mit je zwölf Tonnen abgereichertem Uran. Es soll mit dem Frachter «Kapitan Kuroptev» nach Russland gebracht werden.
Greenpeace wirft Areva und dem Energiekonzern EDF vor, die Öffentlichkeit über Sinn und Zweck der Transporte zu belügen. Die Konzerne würden vorgeben, dass der gebrauchte Kernbrennstoff wieder aufarbeitet werde. Nach offiziellen Angaben seien aber seit 2006 rund 33?000 Tonnen Uran aus Frankreich in Richtung Russland exportiert worden und lediglich 3090 Tonnen zurück gebracht worden.