Rettung bei Windstärke acht

Der Notarzt kam mit der DGzRS an Bord, der Patient wurde vom Hubschrauber an Land geflogen, Foto: DGzRS
Für einen schwer erkrankten russischen Seemann sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Laboe in der Kieler Bucht im Einsatz gewesen. Der Mann klagte über starke Bauchschmerzen und benötigte dringend ärztliche Hilfe.
Zunächst brachte der Seenotrettungskreuzer „Berlin“ einen Seenotarzt der DGzRS sowie einen als Rettungsassistenten ausgebildeten Seenotretter an Bord des 163 Meter langen Containerschiffes „Hooge“ (IMO 9301122). Es lag auf der Reede „Kiel Leuchtturm“ vor Anker.
Das Übersteigen von der „Berlin“ auf die „Hooge“ über die Lotsenleiter war bei zwei bis drei Metern Seegang und stürmischem Ostwind der Stärke 8 (bis zu 74 km/h) sehr schwierig und erforderte umsichtige nautische Manöver.
Zeitgleich organisierte die Seenotleitung Bremen der DGzRS die Abbergung des Schwerkranken durch einen SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine. Dieser traf kurz nach dem Seenotrettungskreuzer vor Ort ein. Nachdem der Notarzt den Zustand des 65-jährigen Patienten stabilisiert hatte, wurde dieser mit einem Rettungskorb direkt vom SAR-Hubschrauber aufgewinscht und in ein Krankenhaus geflogen.
Die „Hooge“ wurde 2006 bei Shandong Weihai Shipyard im chinesischen Weihai gebaut. Das unter Gibraltar-lagge fahrende Schiff trägt 16.986 Tonnen. Eigner ist die Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG MS „Hooge“. Gemanagt wird das Schiff, das seine Reise von St. Petersburg nach Hamburg fortsetzen konnte, von der Reederei Briese. pk

