Rickmers Gruppe steigert Marktanteil auf 3,8 Prozent

Knapp eine Woche nach Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal (THB 13. August 2015) hat die Rickmers Gruppe gestern ihren Halbjahresbericht vorgelegt.

Darin bekräftigt die Reederei noch einmal, dank der Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro und aufgrund sinkender Kosten, die Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr. Das Konzernergebnis werde jedoch aufgrund von belastenden Sondereffekten beispielsweise in Verbindung mit dem Rechtsformwandel (THB 10. Juni 2015) nur leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Für das laufende Geschäftsjahr sei trotz tendenziell steigenden Handelsvolumens und sich langsam erholender Charterraten weiter mit einer „herausfordernden Marktlage“ zu rechnen.

„In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015 haben wir unseren eingeschlagenen Weg, die Rickmers Gruppe vollumfänglich kapitalmarktfähig aufzustellen, konsequent fortgesetzt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Ignace Van Mee nen. Der Weltmarktanteil der Rickmers Gruppe unter den Linienreedern stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,6 auf 3,8 Prozent.

Rickmers geht in seinem Bericht detailliert auf die Entwicklung des Gesamtmarkts im zurückliegenden Halbjahr ein. Das mittels Containerschiffen transportierte Handelsvolumen blieb dabei hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, stellt das Unternehmen fest und erwähnt dabei vor allem das rückläufige Wachstum auf der wichtigsten Handelsroute von Asien nach Europa.

Die weltweite Containerschiffflotte legte um 8,8 Prozent zu, im Vorjahreszeitraum waren es noch 6,3 Prozent. Dabei beruft sich Rickmers auf die Zahlen von Alphaliner. Zwischen Januar und Mai 2015 wurden 83 Neubauten mit einer Gesamtkapazität von 690.000 TEU abgeliefert. Die durchschnittliche Kapazität eines in Fahrt gesetzten Schiffes betrug dabei 8300 TEU. Im gleichen Zeitraum wurden 38 Schiffe mit einer Kapazität von 74.000 TEU verschrottet. Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten des Vorjahres waren 87 Schiffe mit insgesamt 256.800 TEU aus dem Markt gegangen.

Zum 30. Juni 2015 wurde mit 82 Containerschiffen und einem Ladungsvolumen von insgesamt 228.000 TEU ein neues Fünfjahrestief der vor Anker liegenden Tonnage erreicht. Ein Jahr zuvor lagen noch 121 Schiffe mit zusammen 251.000 TEU auf. Insbesondere das Teilsegment zwischen 4000 und 7000 TEU habe sich aufgrund der Infahrtsetzung neuer Dienste zwischen Asien und Nordamerika sowie dem Mittleren Osten erholt.

Das Orderbuch für Containerschiffe im Verhältnis zu bestehenden Carriern verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 20,5 auf 18,7 Prozent. Zwischen Januar und Mai 2015 wurden 59 Schiffe mit insgesamt 782.000 TEU Ladevolumen bestellt. Im Vorjahreszeitraum waren es 71 Schiffe mit 512.250 TEU. fab/pk

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