Rückgänge in nordostdeutschen Häfen
In den Häfen Mecklenburg-Vorpommerns sind im vergangenen Jahr weniger Güter umgeschlagen worden. Im Vergleich zum Vorjahr 2010 betrug der Rückgang 4,6 Prozent, wie aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Landesamtes hervorgeht.
Lediglich zwei der untersuchten Häfen verzeichneten in dem Berichtszeitraum ein Wachstum. In Sassnitz nahm die Seegüterabfertigung sogar zweistellig zu, um insgesamt 11,8 Prozent. Auch der Hafen Stralsund meldete ein Plus, wenn auch mit 10,8 etwas geringer. Der größte Hafen des nordostdeutschen Bundeslandes in Rostock musste hingegen einen 7,2-prozentigen Rückgang hinnehmen. Ebenso meldeten Wismar im Nordwesten und Greifswald im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns ein Umschlagminus; hier gingen 5,3 Prozent beziehungsweise 20,5 Prozent weniger Güter über die Kaikanten.
In allen Häfen des Landes zusammen wurden 26,8 Millionen Tonnen Güter verladen, nach 28,1 Tonnen im Vorjahr. Dafür gab es im Passagierverkehr eine Steigerung um 1,4 Prozent auf 2,9 Millionen Fahrgäste.
Der Vorsitzende des Hafenverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Ulrich Bauermeister, machte am Mittwoch für den Rückgang beim Güterumschlag unter anderem die schlechte Ernte des vergangenen Jahres verantwortlich. In Rostock habe es zudem weniger Öltransporte gegeben. Ein echter Abwärtstrend sei aus den vom Statistischen Landesamt vorgelegten Zahlen aber nicht abzulesen, betonte er. Für das laufende Jahr äußerte sich der Verbandschef daher auch wieder optimistischer. Das Umschlagniveau von 2011 werde voraussichtlich mindestens wieder erreicht. Vielleicht werde das Ergebnis sogar wieder leicht überschritten, so Bauermeister.