Sarkozy fördert SeaFrance-Rettung

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will in letzter Minute in die Rettung der vor dem Aus stehenden Fährreederei SeaFrance eingreifen. Der Vorschlag des Präsidenten sieht vor, dass die staatliche Bahngesellschaft SNCF, zu der SeaFrance gehört, den Beschäftigten der Reederei ein übertarifliches Abfindungsgeld zahlen soll. Dessen Summe soll zur Finanzierung des Übernahmegebots durch die Gewerkschaft CFDT herangezogen wurde, das zuvor als nicht ausreichend galt. Regionale Behörden haben zugesagt, weitere 15 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Laut CFDT sind insgesamt 50 Millionen Euro nötig, um den bereits unterbrochenen Fährbetrieb wieder aufzunehmen. Einige Kritiker nannten das Vorgehen Wahlkampfkalkül vor der im April anstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich. Die britische Konkurrenzreederei P&O Ferries kündigte bereits eine Beschwerde bei der EU-Kommission gegen das Vorhaben der Pariser Regierung an.

Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

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