Scharfe Kritik an Seeblockade

Nach Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ein Ende der israelischen Seeblockade des Gaza-Streifens gefordert.

In einem TV-Interview teilte Merkel mit, dass sie Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zur Aufhebung der Blockade aufgefordert habe, „weil das aus humanitären Gründen nicht in Ordnung ist". Sarkozy hielt die Katastrophe um die „Free Gaza"-Flotte, bei der die israelische Marine eine Solidaritätsflotte gewaltsam gestürmt hatte und mehrere Menschen getötet wurden, für „vorhersehbar". Er verurteilte den israelischen Gewalteinsatz als unangemessen. Auch der britische UN-Diplomat Mark Lyall Grant sagte in New York, dass Israel die Blockade aufheben müsse. Der UN-Sicherheitsrat forderte in einer Erklärung eine „unabhängige, glaubwürdige und transparente" Untersuchung. Außerdem mahnte das höchste Gremium der Vereinten Nationen die sofortige Freilassung der festgenommenen Aktivisten und der gestürmten Schiffe an.

Indes ist noch unklar, ob zwei weitere Solidaritätsschiffe mit Hilfsgütern ihre geplante Fahrt zum Gaza-Streifen fortsetzen. Laut „Free Gaza" soll eine endgültige Entscheidung erst heute fallen. Zu den beiden Schiffen gehört auch die „Rachel Corrie", die 1967 als „Carsten" bei der Hamburger Sietas-Werft gebaut wurde. Sie befindet sich derzeit auf dem Weg von Malta in Richtung Kreta, fährt allerdings sehr langsam.

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