Schiffe unterstützten Suche nach zehnjährigem Mädchen

Ein zehnjähriges Mädchen wird nach dem Abbruch von Kreidefelsen auf der Insel Rügen vermisst. Am Montag war an der Nordküste ein größeres Stück Fels abgebrochen und in die Tiefe gestürzt. Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und weitere Einsatzkräfte waren vor Ort und suchten auch mit Hilfe von Hunden nach dem Mädchen. Die Polizei sei um 15.27 Uhr von dem Abbruch informiert worden. Der Landkreis Rügen hatte Großalarm ausgelöst und eine Einsatzzentrale eingerichtet. Aufgrund schlechten Wetters musste die Suche jedoch gestern abgebrochen werden.
Auch die Rettungskreuzer "Wilhem Kaisen" und die Rettungsboote "Helene" und "Kurt Hoffmann" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren von der Seeseite her im Einsatz sowie das Polizeiboot "Bredstedt" der Bundespolizei. Die Unglückstelle ist von der Landseite her schwer erreichbar.
Bei den Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel Rügen kommt es immer wieder zu unkontrollierbaren Abbrüchen. Der verregnete Sommer hat die Gefahr nach Angaben von Geologen vergrößert. Im August dieses Jahres war es zum größten derartigen Vorfall seit neun Jahren gekommen; ein 100 Meter langer und 70 Meter hoher Abschnitt eines Kreidefelsens stürzte ins Meer. Spaziergänge unter dem Kliff können deshalb gefährlich sein; die Behörden wollen den 13 Kilometer langen Küstenabschnitt mit den Kreidefelsen jedoch nicht generell sperren.

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