Schlotmann plant Investitionen
Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) will den Ausbau der Infrastruktur im strukturschwachen Vorpommern auch im Interesse der Logistikbranche voranbringen.
„Die guten Zahlen zeigen, dass sich Investitionen lohnen. Und auch die Hafenentwicklung in Sassnitz belegt dies eindrucksvoll", erklärte Schlotmann nach einer Sitzung der Arbeitsgruppe „Regionale Entwicklung Vorpommern" im Bündnis für Arbeit. Es habe zuletzt Ansiedlungen und Projekte gegeben, die „Hoffnung auf mehr" machten. Als Beispiel nannte der Minister den Hafen Sassnitz-Mukran, der inzwischen einer der Produktionsstandorte für den Bau der Ostsee-Pipeline ist. Viel Potenzial für den nordöstlichen Landesteil biete außerdem die Windenergiebranche, fügte Schlotmann hinzu.
Auch für die Hinterland-Anbindung von Sassnitz-Mukran sei der geplante Ausbau der Bundesstraße 96n auf Rügen von entscheidender Bedeutung. „Im Juli erwarten wir endlich den Planfeststellungsbeschluss. Wenn dann niemand klagt, kann es noch in diesem Jahr losgehen", kündigte Schlotmann an. Rund um die Häfen in der Region könnten noch weitere Flächen zur Ansiedlung von Betrieben erschlossen werden. Untersuchungen für Sassnitz und Vierow hätten bereits einen zusätzlichen Bedarf von 460 und 100 Hektar ergeben.
Als „ein gutes Zeichen" nannte Schlotmann die jüngste Entwicklung der Häfen des Landes. Die Auswirkungen des weltweiten Abschwungs seien zwar nach wie vor spürbar. „Für die Zukunft stimmen die Umschlagzahlen aber optimistisch."
Auch CDU-Verkehrsexperte Peter Stein im Schweriner Landtag wertete die konjunkturelle Erholung als wichtiges Signal: „Es zeigt sich, dass unsere Häfen wettbewerbsfähig sind und die Krise des vergangenen Jahres durchgestanden haben." Zugleich verlangte er die Erschließung neuer Flächen für Industrie- und Logistikbetriebe.
Der Umschlag in den Seehäfen Mecklenburg-Vorpommerns legte im ersten Quartal dieses Jahres nach den drastischen Rückgängen im Krisenjahr 2009 auf 6,5 Millionen Tonnen zu. Das entspricht einem Zuwachs um 14,7 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2009.