Schnelleres Ende im Hamburger Piraten-Prozess möglich

Der bundesweit erste Piraten-Prozess in Hamburg könnte nach 15 Monaten Verhandlungsdauer schneller zu Ende gehen als erwartet. Die Staatsanwaltschaft und alle Verteidiger der zehn angeklagten Somalier stimmten am Mittwoch dem Vorschlag zu, Teile des Verfahrens abzutrennen. Eine Entscheidung will der Vorsitzende Richter Bernd Steinmetz aber frühestens am nächsten Sitzungstag kommenden Montag bekanntgeben. Eine Abtrennung sei eine "Möglichkeit, einen Schnitt zu machen", sagte Steinmetz.

Die schwer bewaffneten mutmaßlichen Seeräuber sollen am Ostermontag 2010 das Hamburger Frachtschiff "Taipan" vor der Küste Somalias beschossen und gekapert haben. Die 15-köpfige Besatzung wurde Stunden später von einem niederländischen Marinekommando befreit, niemand wurde verletzt. Für den Piraten-Prozess sind bisher Termine bis Ende März geplant.

Welches oder welche Verfahren abgetrennt werden könnten, ist bisher unklar. Bisher haben lediglich die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger eines Angeklagten ihre Plädoyers gehalten. Das Gericht rechnet mit weiteren 18 Plädoyers.

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