Sietas-Gruppe streicht 350 Arbeitsplätze

Die insolvente Sietas-Werft streicht bis Mai insgesamt 250 von 700 Arbeitsplätzen bei der Neubauwerft. Damit passe Sietas die Kapazität an die Auftragslage an, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann am Mittwoch in Hamburg-Neuenfelde mit. 

Bei der nicht insolventen Tochtergesellschaft Neuenfelder Maschinenfabrik (NMF), die Schiffskrane herstellt, soll die Belegschaft um 100 auf 127 Mitarbeiter zurückgehen. Damit werde die NMF auf den Stand von 2007 zurückgeführt. Weitere 90 Beschäftigte arbeiten bei der Norderwerft im Reparaturbetrieb.

Die betroffenen Mitarbeiter sollen in Transfergesellschaften übernommen werden, um sich dann auf neue Aufgaben vorzubereiten und anschließend in andere Unternehmen zu wechseln. Es hätten sich bereits zahlreiche interessierte Unternehmen gemeldet, die erfahrene Mitarbeiter suchen. Gleichzeitig gehen die Verhandlungen um einen Sozialplan und Interessenausgleich bei Sietas weiter.

 Gegenwärtig baut die Traditionswerft Sietas eine Fähre und ein
 Baggerschiff. Außerdem rechnen Brinkmann und Sietas-Geschäftsführer
 Rüdiger Fuchs mit einem weiteren Auftrag über ein Transport- und
 Installationsschiff für die Offshore-Windenergie. Bis Ende des Monats
 soll der Auftrag perfekt sein.

Die Suche nach einem Investor für die Werft sei angesichts der
 schwierigen Lage der Schiffbau-Branche nicht einfach. Er habe aktiv
 eine Reihe von Unternehmen angesprochen, berichtete Brinkmann.
 Bislang zeichne sich jedoch noch keine Lösung ab. Künftig will Sietas
 sich auf die Konstruktion und den Bau von anspruchsvollen
 Spezialschiffen konzentrieren, etwa Baggerschiffe,
 Schwerguttransporter und Steineleger.

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