Stahlproduktion weiter rückläufig
Die deutsche Stahlproduktion konnte sich im ersten Quartal 2016 nicht erholen. Mit rund 10,8 Millionen Tonnen Rohstahl wurden zwischen Januar und März 2,5 Prozent weniger verarbeitet als im Vergleichszeitraum 2015. Das teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl jetzt mit. Für das gesamte Jahr 2016 prognostiziert die Branche ein Minus von rund drei Prozent (41,5 Millionen Tonnen) bei der Rohstahlerzeugung.
Die europäische Stahlindustrie leidet seit Jahren unter einem Überangebot. Wachsende Importe aus dem chinesischen Markt, der eine radikale Niedrigpreisstrategie fährt, verschärfen die Situation weiter.
Außerdem befindet sich die Branche in Deutschland aktuell in Tarifverhandlungen mit der IG Metall. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn. Der Arbeitgeberverband stellte dem ein erstes Angebot von 0,9 Prozent entgegen (THB 13. April 2016). ger/dpa