Stena konzentriert Aktivitäten in Kiel
Die Stena Line steht vor dem größten Flottenumbau ihrer fast 50-jährigen Geschichte.
Auf vier Pressekonferenzen in Göteborg, Kiel, Karlskrona und Gdingen präsentierte der Fährkonzern gestern seine Umbaupläne. Der Hafen Kiel wird künftig für die Reederei das Tor nach Westeuropa. Nach 22 Jahren werden bis zum nächsten Frühjahr die beiden Jumbofähren „Stena Germanica" und „Stena Scandinavica" durch die zurzeit größten Kombifähren der Welt ersetzt. Dabei handelt es sich um die 2001 und 2003 gebauten Fähren „Stena Hollandica" und „Stena Britannica". Diese 241 beziehungsweise 240 Meter langen Schiffe, die gegenwärtig auf der Nordsee-Route zwischen Hoek van Holland und Harwich eingesetzt sind, werden durch zwei gleichnamige Superfähren ersetzt, die bei den Nordic Yards in Wismar im Bau sind.
Im Frühjahr kommenden Jahres wird in Kiel dann die „Stena Britannica" folgen und als „Stena Scandinavica" auf die Kiel-Göteborg-Route wechseln. Wenn dieser Generationswechsel – es ist der vierte seit Eröffnung der Linie 1967 – abgeschlossen ist, wird die Route Travemünde – Göteborg geschlossen. „Wir haben eine intensive Befragung unserer Kunden vorgenommen und unsere Entscheidung von den Wünschen der Kunden abhängig gemacht", sagt Stena-Frachtchef Hans Hansson gestern auf der Pressekonferenz in Kiel.
Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".