Tanker bricht auseinander

Vor Südkorea ist der Chemikalientanker „Doola No. 3“ nach einer Explosion auseinandergebrochen und zum Teil gesunken.

Mindestens fünf Seeleute kamen bei der Havarie etwa 32 Kilometer vor der Hafenstadt Incheon, nördlich der Insel Jawol, im Westen Südkoreas ums Leben. Zuletzt wurden noch sechs Männer vermisst, teilte die Küstenwache mit. 
Die Ursache der Explosion ist noch nicht im Detail geklärt. Experten vermuten, dass es bei der Entgasung der Tanks zu der schweren Detonation kam. Offiziell bestätigt wurde diese mögliche Erklärung jedoch noch nicht. Einer der überlebenden Seeleute berichtete nach seiner Rettung, dass es keine Einwirkung von außen gab, einen Zusammenstoß des Tankers mit möglichen Hindernissen unter Wasser also nicht gegeben habe. Die „Doola No. 3“ wurde bei der Explosion auseinandergerissen und an den Aufbauten schwer beschädigt. Teile des Decks ragten unweit der Bruchstelle in die Höhe, Bug- und Hecksektion sackten ab.

An Bord des 105 Meter langen und 8,80 Meter tiefgehenden 6536-Tonnen-Tankers der in Busan ansässigen Reederei Doola Shipping befanden sich elf Seeleute aus Südkorea und fünf aus Myanmar. Zwei der bisher geborgenen Toten wiesen schwere Verletzungen auf, die wohl auf die Explosion zurückzuführen sind. 

Aus den Tanks der knapp zehn Jahre alte „Doola No. 3“ war kurz vor der folgenschweren Havarie in Incheon eine Ladung Benzin gelöscht worden, das Schiff befand sich auf dem Weg in den Hafen von Deasan. In den Treibstofftanks waren zu dem Zeitpunkt noch 80 Tonnen Schweröl und 40 Tonnen Diesel, die dem Vernehmen nach aber nicht ausgetreten sein sollen.

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