Tankerunglück bremst Erholung der Binnenschifffahrt

Auf Flüssen und Kanälen wurden in 2011 222,0 Millionen Tonnen Güter befördert. Archivfoto: Imperial
Die Rheinsperrung nach einer Tankerhaverie und Niedrigwasser im Herbst haben die Binnenschifffahrt in Deutschland im vergangenen Jahr ausgebremst. Auf Flüssen und Kanälen wurden 222,0 Millionen Tonnen Güter befördert, das war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. 2010 hatte der Güterverkehr auf Deutschlands Binnenwasserstraßen dank der boomenden Konjunktur kräftig zugelegt, allerdings noch nicht das Niveau vor der weltweiten Wirtschaftskrise erreicht.
Im Januar 2011 war auf dem Rhein bei St. Goarshausen der mit Schwefelsäure beladene Tanker "Waldhof" verunglückt, zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Bis zur Bergung des Havaristen blieb der Strom gut vier Wochen lang gesperrt. Der Empfang von Produkten aus dem Ausland verringerte sich im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf 101,6 Millionen Tonnen. Den größten Rückgang (minus 16,6 Prozent) gab es beim Durchgangsverkehr. Die zwischen deutschen Häfen beförderte Gütermenge legte hingegen leicht um 3,2 Prozent auf 54,8 Millionen Tonnen zu. Die Containerbeförderung blieb nahezu konstant.