TKMS prüft Angebote für Hellenic Shipyards
Der Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp hat für seine griechische Werft Hellenic Shipyards (HSY) mehrere Angebote erhalten. „Wir werden diese jetzt sorgfältig prüfen", sagte eine Unternehmenssprecherin. Am Freitag lief die vom Konzern gesetzte Frist für die Abgabe von Angeboten ab.
Der Konzern verlangt einen Kaufpreis von 1 Euro. Allerdings müsste der Käufer einen Ausgleich für die Forderungen gegen-über der griechischen Regierung in Höhe von 220 Millionen Euro leisten. Vorstandsmitglied Olaf Berlien schätzt den Zeitraum für den Verkauf bis Februar oder März 2010.
ThyssenKrupp Marine Systems hatte die staatliche HSY 2002 übernommen, nachdem Griechenland den Bau von vier U-Booten in Auftrag gegeben hatte. Wegen angeblicher Baumängel hatte die Regierung dann aber die Abnahme verweigert. Die Außenstände summieren sich deshalb auf 524 Millionen Euro, wovon laut Berlien 220 Millionen Euro der griechischen Tochter zugerechnet werden.