Tragischer Taucherunfall an "Noordam"

Bei der Erledigung von Unterwasserarbeiten durch ein Hamburger Taucherunternehmen an der Columbuskaje in Bremerhaven ereignete sich am Montag am frühen Nachmittag ein schwerer Arbeitsunfall mit bislang noch ungewissem Ausgang.

Wie die Wasserschutzpolizei in Bremerhaven mitteilte, brach bei dem Versuch, ein Fischernetz aus der Schraube des niederländischen Kreuzfahrtschiffes „Noordam" zu lösen, aus bislang noch ungeklärter Ursache jeder Kontakt zu dem eingesetzten Taucher ab.

Versuche von Berufskollegen und der inzwischen alarmierten Feuerwehr, dem 39-Jährigen zu Hilfe zu kommen, schlugen fehl. Die starken Strömungsverhältnisse der Weser und eine zu dieser Zeit einsetzende Gewitterfront mit starken, orkanartigen Windböen verhinderten den erfolgreichen Einsatz von Rettungstauchern. Ein weiterer Bergungsversuch wurde für die frühen Abendstunden angesetzt. Dieser brachte aber auch kein Ergebnis und wurde gegen 23.00 Uhr abgebrochen. Bis zur Klärung der genauen Umstände des Unfallhergangs und des Verbleibs des Vermissten sprach die Wasserschutzpolizei ein vorläufiges Auslaufverbot für die „Noordam" aus. Zwischenzeitlich trafen Hafenschlepper, der DGzRS-Rettungskreuzer „Hannes Glogner" und Schiffe des Wasser- und Schifffahrtsamtes an der Unglücksstelle ein und halfen bei der Suche nach dem vermissten Taucher.

Wie die Bremerhavener Wasserschutzpolizei gestern mitteilte, habe man nach Wiederaufnahme der Suche nach dem Vermissten am Vormittag den Wesergrund auch mit Sonargeräten abgesucht, was aber ebenfalls kein positives Ergebnis erbracht habe. Man habe auch die Schiffsschraube gründlich untersucht, an der der Taucher gearbeitet hatte, dort aber nichts – insbesondere kein Hindernis – entdecken können, was als Erklärung für das plötzliche Verschwinden des Tauchers hätte dienen können. Das Auslaufverbot für die „Noordam" wurde aufgehoben, und um 9.00 Uhr verließ das Schiff Bremerhaven.

Die 2006 bei der italienischen Fincantieri-Werft in Porto Maghera erbaute „Noordam" der Carnival-Tochter Holland America Line war am Montagmorgen erstmalig am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven aus Hamburg kommend eingetroffen, wo das Schiff für zehn Tage bei Blohm + Voss überholt worden war. Am Columbus Cruise Center wurden nun rund 1500 vornehmlich deutschsprachige Passagiere für eine Kreuzfahrt von Bremerhaven entlang der westeuropäischen Atlantikküste in das westliche Mittelmeer auf dem 289,80 Meter langen und 32,25 Meter breiten Schiff eingecheckt. Die Reise führt über Rotterdam, Dover La Coruña, Lissabon, Cadiz und weiter nach Mallorca und Barcelona.

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